Strukturgeologisch betrachtet liegt das Suggental auf einer als Kandel-Scholle bezeichneten Großstruktur. Diese wird im Nordwesten von der Elztalstörung und im Norden von der Simonswälder Störung begrenzt. Die Simonswälder Störung kann mittlerweile als gesichert angesehen werden, ein Ergebnis der Nachuntersuchungen des Waldkirch–Bebens aus dem Jahre 2004. Die Simonswälder Störung geht in die jungpaläozoische Störungszone von Zinken – Elme über. Im Süden wird die Kandel–Scholle durch einen Abbruch zur 500 m tiefer liegenden Fläche von St. Peter begrenzt.
Groschopf et al. (1996) vermuten, daß die Kandelscholle auf ihrer Südseite von einer Störung begrenzt ist, die etwa in NW-SE-Richtung durch das obere Glottertal in das Suggental reicht. Diese Störung wird als diejenige erachtet, die den Hauptteil des Vertikalverstzes während der Hebung der Kandelscholle infolge der Hebung der Grabenschultern des Oberrheingrabens kompensiert. Es kann als gesichert angesehen werden, daß eben diese, von Groschopf et al. (1996) noch vermutete Störung die Hauptstörung im Suggental darstellt, die durch die Grube untertage aufgeschlossen ist und im Rahmen dieser Kartierung untersucht wurde.
Ein Erdbeben der Magnitude 5,4 auf der Richterskala, das sich am 05.12.2004 unterhalb des Kandelmassives ereignete, zeigt, daß die Umgebung des Suggentales geologisch sehr aktiv ist.